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Er hatte Frühstück gemacht
Und setzte sich auf die Couch
Aß ein Brötchen und trank Kamillentee
Die Sonne drang schwach durch die Jalousien
Und Bauarbeiter trieben sich auf der Straße rum
Kinder rannten im Hinterhof den Bällen nach
Mütter machten besorgte Gesichter am Fenster
Es war gegen halb eins
Und wir würden irgendwann feststellen
Das Ikarus seine Flügel zu Asche gefallen sind

Seit heute morgen geistert
Die Vergangenheit durch die Luft
Etwas das ich schon kannte
Das sich langsam verflüchtigte
Und nun wieder da ist
Hell neu verschwörerisch
Das Fabrikat einer Jugend
Die längst am Friedhof abgestellt wurde

Die letzte Nacht spaltete den Brustkorb auf
Es viel mir eben erst wieder am Tag auf
Als ich die Narben zwischen meinen Rippen sah
Ich setzte den Rucksack auf
Und ging rüber zum Bus
Um bei Null anzufangen
War es jetzt schon zu spät
richoets meinte am 3. Aug, 19:46:
Schön
Sehr schönes Gedicht!
Im letzten Satz der ersten Strophe würde ich nur vielleicht "seine" weglassen. 
Luna in flagranti meinte am 4. Aug, 01:33:
Gefällt mir sehr gut, nur in der ersten Strophe eine Anmerkung
"daß die Flügel des Ikarus zu Asche zerfallen sind" wäre in vielerlei Hinsicht besser und richtiger.
Ja, ein schönes und nachdenklich stimmendes Gedicht. 
ferenc_liebig meinte am 29. Aug, 14:46:
ihr habt beide recht / die letzte zeile der ersten strophe muss ausgebessert werden / danke schön 
 

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