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Wir fuhren durch die Nacht
Tagebücher auf dem Schoß
Gerettete Wörter im Gepäck
Es war stickig auf den Straßen
Einsam betäubend leer
Ich dachte an Baudelaire
Und wie seine Nächte ausgesehen haben müssen
Wir zogen die Würmer aus unseren Köpfen
Verschluckten die unruhigen Meere
Aßen die Welt bis zu den Rändern auf
Satt schwerfällig taumelnd
Fuhren wir immer weiter
Zu müde für Stillstand
Zu lustlos für Neuanfänge
Wir hatten kein Bock auf das Nirwana
Außerhalb der toten Städte
Die Scheinwerferkegel hielten sich
An den Bäumen fest
Wir rissen die Kurven ein
Fuhren weiter und weiter
Vielleicht hätten wir ein Ende erreicht
Wenn es eins gäbe

Die kalte stürmische Dunkelheit
Baute sich vor uns auf
Ich parkte am Seitenrand
Und gab dir einen Kuss
richoets meinte am 3. Aug, 19:49:
Oh das gefällt mir sogar glaub ich noch besser als Millimetersprünge. Sehr sehr schick wie du immer so toll irgendwelche Gemütszustände einfängst! 
Luna in flagranti meinte am 4. Aug, 01:28:
Ein wunderbares Bild ... "fuhren durch die Nacht, Tagebücher auf dem Schoß". Ich könnte gelb werden vor Neid. Auch der Schluß ist toll. Einzig die Formulierung "wir hatten keinen Bock auf ..." stört aus meiner Sicht etwas.
Obwohl ... lass es stehen, daran kann man erkennen, daß es sich in Deinem Gedicht um recht junge Menschen handeln muß. Ja, es ist gut so! 
 

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